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DRK Kreisverband Bernburg im Salzlandkreis e.V.
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Rettungsdienst bleibt beim DRK

Positiver Kreistagsbeschluss: Das Deutsche Rote Kreuz Bernburg darf seinen Rettungsdienst bis zum Jahr 2023 betreiben.

Große Freude in der Semmelweisstraße 27: Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Bernburg hat die Konzession zur Durchführung der Notfallrettung im ehemaligen Landkreis Bernburg bis zum 31. Dezember 2023 erhalten. Das entschied der Kreistag auf seiner Sitzung am 20. Juli. Damit wird die Versorgung der Notfallpatienten im Gebiet des Altlandkreises Bernburg weiterhin durch das DRK garantiert.

„Unsere Vorbereitung auf diese Vergabe hat sich gelohnt“, so Geschäftsführerin Verena Benicke: "Für 46 Rettungsdienstmitarbeiter bedeutet das erstmalig acht Jahre Arbeitsplatzgarantie, eine Sicherheit, die man braucht, um eine Familie zu gründen, ein Haus zu bauen oder einen selbst gepflanzten Baum wachsen zu sehen."

Zwar führt das DRK den Rettungsdienst seit der Wende  im Landkreis durch, doch die Verlängerung dieser Leistungserbringung erfolgte in der vergangenen Zeit immer nur für ein bis zwei Jahre.

Auch Rettungsdienstleiter Christian Emmler ist erleichtert: „Eine gute Entscheidung, haben doch die Abgeordneten für qualifiziertes und motiviertes Rettungspersonal mit entsprechender fachlicher Qualifikation, Fortbildung und Ortskenntnis gestimmt".

Gebratene Tauben fliegen den Mitarbeitern zukünftig trotzdem nicht in den Mund, denn die Konzessionsvergabe beruht auf harten ökonomischen Kalkulationen: Das wirtschaftliche Risiko liegt jetzt beim Leistungserbringer, also beim DRK Bernburg. Das Unternehmen muss die Notfallrettung in eigenem Namen und auf eigene Rechnung erbringen sowie auch die Organisations- und Finanzverantwortung tragen. Bis vor kurzem galt noch das sogenannte Submissionsmodell, bei dem der Salzlandkreis als Träger die Kosten aufgefangen hat.

Um die Hilfsfristen, die an den Rettungsdienst gestellt werden, voll und ganz erfüllen zu können, wird das DRK in neue zusätzliche Standorte investieren. So entsteht in den kommenden zwei Jahren eine neue Rettungswache in Bernburg-Dröbel. Das Grundstück "Am Kirchfeld" wurde bereits bei der Stadt reserviert. Gebaut werden soll es von der Bernburger Wohnstättengesellschaft. Bis zur Fertigstellung wird ein Rettungstransportwagen (RTW) übergangsweise auf dem Gelände der Stadtwerke in der Köthenschen Straße stationiert.

Auch am Standort Könnern gibt es Veränderungen. Eine Standortanalyse für den Kreis erbrachte die Notwendigkeit, diese  Rettungswache mit zwei RTW nach Alt-Mödewitz zu verlegen.

Die Einsatzflotte bleibt im Wesentlichen erhalten. Zusätzlich wird in Bernburg ein Schwerlast-RTW, der Patienten mit einem Körpergewicht von mind. 200 kg oder überdurchschnittlicher Körperbreite befördern kann, stationiert.

Investiert wird auch weiterhin in das wichtigste Kapital des Rettungsdienstes: seine Mitarbeiter. "Unsere Rettungsassistenten und Rettungssanitäter bilden sich ständig fort", so Christian Emmler. Mit viel notfallmedizinischem Wissen und noch umfangreicheren Kompetenzen ausgestattet ist der Notfallsanitäter, der ab 2016 die Rettungsteams verstärken und Notfallpatienten noch mehr Sicherheit bei der Erstversorgung bieten wird. Die Ausbildung dieses neuen Berufsbildes findet in der Landesrettungsschule Sachsen-Anhalt in Halle statt, für die Praktika ist das Ameos-Klinikum Bernburg zuständig.

Menschen, die im Altkreis Bernburg dringend medizinische Hilfe benötigen, werden also auch zukünftig gut, schnell und professionell versorgt werden.

27. August 2015 10:35 Uhr. Alter: 3 Jahre