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Wenn der Vater mit dem Sohne ...

Miguel Fiedler ist ab Januar neuer Mitarbeiter des DRK-Rettungsdienstes Bernburg und tritt damit in die Fußstapfen seines Vaters Hans. Der geht demnächst in den Ruhestand.

Hans Fiedler (l.) gibt den Staffelstab an seinen Sohn Miguel (r.) weiter.

Zu manchen Berufen braucht es Leib und Seele. Dazu zählen auch Rettungsdienstmitarbeiter. Denn für eine kurze Zeit liegt das Wohl und unter Umständen sogar das Leben von Menschen in deren Händen und in deren Kompetenz.
Hans Albert Fiedler gehört zu jenen "Seelenmenschen", für den jeder Notfall und jeder Einsatz einzigartig und gleichzeitig selbstverständlich ist. Fast 40 Jahre hat er Menschenleben gerettet, Tag und Nacht, wochen- und feiertags, Sommer wie Winter. Helfen wollte der gelernte Baufacharbeiter schon immer. Seit den 1970er Jahren engagiert er sich im DRK, war im Jugendrotkreuz, später Chef eines Katastrophenzuges. Nach einer Ausbildung zum Sanitäter der Schnellen Medizinischen Hilfe (SMH) machte er seine Leidenschaft zum Beruf.

Fiedler hat diese Leidenschaft scheinbar mit seinen Genen weitergegeben. Denn im Januar steigt Sohn Miguel ins DRK-Rettungsteam Bernburg ein und übernimmt quasi die Aufgaben des Vaters, der 2017 in den Ruhestand geht. "Eine hervorragende Fügung", meint Rettungsdienstleiter Christian Emmler, der weiß, wie schwer gute Leute zu bekommen sind. Hohe Verantwortung, harter Berufsalltag und familienwidrige Arbeitszeiten sind nicht unbedingt förderlich für ausreichend Nachwuchs.
Miguel Fiedler ist das Metier Helfen und Retten mehr als vertraut. Gut zehn Jahre gehörte er zur Nienburger Jugendfeuerwehr. Weitere fünf Jahre im Fahrdienst sensibilisierten ihn für den Transport hilfebedürftiger Menschen. Warum dann nicht gleich als Rettungssanitäter arbeiten?

Doch vor der Arbeit kommt die Ausbildung. So büffelte der 28-jährige mit dem spanischen Vornamen auf der Landesrettungsschule in Halle, bevor er zum Praktikum in die Lehrrettungswache kam. Einen Monat Einsatz auf dem Rettungswagen ist eine intensive Vorbereitung auf den späteren Dienstbetrieb. Daran schloss sich ein Klinikpraktikum an, das Einblicke in verschiedene medizinische Bereiche wie OP, Intensivstation und Anästhesie ermöglichte. Denn der Beruf eines Rettungssanitäters hat sich seit seinem Bestehen stark verändert. So sollen die ersten Rettungssanitäter im Hauptberuf Friseure gewesen sein, die Verletzte auf dem Schlachtfeld versorgen mussten. Das ist lange her und die Anforderungen sind mit denen aus Napoleons Zeiten nicht vergleichbar.

Vater Hans ist jedenfalls stolz auf seinen Sohn, der die Abschlussprüfung im schriftlichen, mündlichen und praktischen Bereich mit Sehr gut bestanden hat und den Rettungsdienst ab Neujahr verstärken wird.
Für Rettungsdienstleiter Emmler ist das Personalproblem damit aber noch nicht gelöst. Die Abteilung braucht zukünftig weitere Verstärkung. So sind engagierte neue Mitarbeiter herzlich willkommen - wenn sie denn Engagement und Zuverlässigkeit mitbringen.

26. Dezember 2016 12:41 Uhr. Alter: 2 Jahre