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Fachexkursion der Wasserwacht im Naturpark "Unteres Saaletal"

Im April erkundeten die Juniorwasserretter des DRK Bernburg die vielfältige Auenlandschaft des unteren Saaletales. Die Exkursion war Teil der Fachausbildung Natur- und Gewässerschutz.

Treffpunkt war die Vereinsgaststätte des MBSV Bernburg. Dort warteten schon Wasserwacht-Leiter Klaus-Ulrich Jahn und Dr. Oliver Arndt vom Verband Naturpark "Unteres Saaletal" auf die Teilnehmer, die zu dieser Exkursion Verstärkung von den Kameraden der Wasserwacht Magdeburg bekamen. Dr. Arndt verteilte "Naturpark-Entdecker-Westen", zu deren Zubehör auch Lupe und Kompass gehörten. Damit sollte das Erkunden und Entdecken erleichtert werden.

Im Frühling ist solch eine Wanderung besonders beeindruckend, da zahlreiche Frühblüher wie Scharbockskraut, Gelbe Annemone und Hohler Lerchensporn bewundert werden können. Die Teilnehmer lernten hier einzelne Gehölze bereits vor der Blattentfaltung zu identifizieren. Beeindruckend waren auch die alten Obstbäume entlang der Feldwege mit ihrem hohen Todholzanteil. Dass diese eine große Rolle für Insekten und Vögel spielen, leuchtete allen ein, nachdem in einem Kirschbaum eine Bruthöhle entdeckt wurde.

Am Lettebruch zwischen Mittelweg und Grönaer Landstraße fiel das alte Salzbergwerk auf, das die bergbauliche Nutzung des Bernburger Umfeldes verdeutlichte. Aber auch die Veränderung des ehemaligen Tonabbaugebietes konnte veranschaulicht werden. So stellt dieses Bergbaurestgewässer heute, nachdem es von der Natur zurückerobert wurde, einen interessanten Lebensraum für Fische und Wasservögel dar. Neben Stockenten und Blessrallen war sogar ein Haubentaucher zu sehen.

Nachdem die ehemalige Ziegelei mit ihren von Gras und Gehölzen überwachsenen alten Bahngleisen und Gebäuden passiert wurde, konnte an der Saalebrücke in Gröna zur Stärkung eine Rast eingelegt werden. Das ehemalige Schloss der Herren von Krosigk und die St. Petri-Kirche prägen hier den landschaftlich sehr reizvoll gelegenen Bernburger Ortsteil.

Nach dem Überqueren der Brücke ging es durch die grünlandgeprägte Aue, die in den natürlich wirkenden Auenwald übergeht. So ist der auf der westlichen Saaleseite gelegene Aderstedter Busch von Flutrinnen und Altarmen der Saale durchzogen. Abgestorbene Bäume inmitten von Wasserflächen und ausgedehnte Schilfröhrichte lassen den Eindruck einer unberührten Auenlandschaft entstehen. Selbst die Anwesenheit des Bibers war durch ein von ihm gefälltes Bäumchen mit den markanten Spänen sichtbar, wenn auch von den Exkursionsteilnehmern nur eine Nutria beobachtet werden konnte. Schließlich wurde am Unterlauf der Wipper, die hier am Rande des Kesselbusches im ehemaligen Flussbett der in den 1930er Jahren begradigten Saale verläuft, der Unterschied zwischen Hartholz- und Weichholzaue erläutert.

Der Weg entlang der Ausflugsgaststätte „Reimann“ und des Tiergartens Bernburg zeigte, wie wichtig die Auenlandschaft vor den Toren Bernburgs auch für die Erholung der Bevölkerung ist.

Ihren Abschluss fand die Exkursion an der Fähre am Rande der Bernburger Talstadt mit beeindruckendem Panorama des Bernburger Schlosses. Nach 10 Kilometer Fußmarsch und vielen Eindrücken von der vielfältigen Auenlandschaft im Norden des Naturparks "Unteres Saaletal" traten die Teilnehmer ihren Heimweg an.

Am darauf folgenden Tag wurden die Eindrücke in der Lehrklasse ausgewertet und aufgearbeitet. Alle waren der Meinung, dass weitere Exkursionen folgen sollten und man die Zusammenarbeit mit dem Verband Naturpark "Unteres Saaletal" vertiefen will.

5. Mai 2016 10:24 Uhr. Alter: 2 Jahre