Sie sind hier: Über uns / Geschichte des DRK Bernburg

Kontakt

DRK Kreisverband Bernburg im Salzlandkreis e.V.
Semmelweisstraße 27/28
06406 Bernburg

Telefon:
+49 3471 327 - 110

Telefax:

+49 3471 327 - 150

E-Mail:

info[at]drk-bernburg-slk[dot]de

Geschichte des DRK Bernburg

Zur Entstehung

Nachdem in Folge der ersten Genfer Konferenz (26.-29.10.1863) am 22. August 1864 die Genfer Konvention verabschiedet wurde, erfolgte noch im selben Jahr in etlichen Ländern sowohl innerhalb Deutschlands als auch in Europa deren Ratifizierung. Ebenso gründeten sich erste nationale Hilfsgesellschaften.

Urkundlich belegt erfolgte dies in Bernburg am 15. Februar 1868 mit dem "Väterlichen Frauenverein Bernburg, Anhalt", dessen erste Vorsitzende Frau Medizinalrat Louise Würzler war. Damit gilt der DRK Kreisverband Bernburg e.V. als eine der frühesten Gründungen in Sachsen-Anhalt.

Am 22. Mai 1868 gründeten etwa 100 Bürger der Stadt und des Kreises Bernburg den Kreisverein zur Pflege im Felde verwundeter und erkrankter Krieger, der wenig später in Kreisverein vom Roten Kreuz umbenannt wurde. Durch Übernahme und Verwaltung der in Bernburg errichteten amtlichen Reservelazarette wurde 1870/71 die Tätigkeit des Vereins ausgeweitet. Im Dezember 1871 trat der Verein der Kaiser-Wilhelm-Stiftung für Deutsche Invaliden als Zweigverein bei. Aus Mitgliedern der Feuerwehr, des Turnvereins Askania, des Kriegervereins und des Militärvereins bildeten sich 1887 vier Sanitätskolonnen.
Der Kreisverein Bernburg zählte 1908 insgesamt 631 Mitglieder und außerdem 695 "Wohltäter".

2 Weltkriege und dann ?

Nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte aufgrund des Ministerratsbeschlusses zur Verordnung über die Bildung der Organisation "Deutsches Rotes Kreuz" vom 23.10.1952 innerhalb kurzer Zeit bis Anfang 1953 die Errichtung von insgesamt 56 Grundorganisationen mit 495 Mitgliedern und 92 Fördermitgliedern. Wesentliche Aufgaben in dieser Zeit und in den folgenden Jahren waren Krankentransport, Sanitätskolonnen, häusliche Krankenpflege, Wasserrettung, Breitenausbildung in Erster Hilfe, Jugendarbeit und Mittelbeschaffung. Bis Ende 1973 stieg die Zahl der Mitglieder auf 2.801 und die der Freunde des DRK auf 1.939. Am 19. Dezember 1988 wurde der 1. Bauabschnitt der Geschäftsstelle - Schnelle Medizinische Hilfe / Krankentransport (Rettungswache) - an der Semmelweisstraße übergeben. Die vollständige Inbetriebnahme der Geschäftsstelle und aller Leistungsabteilungen erfolgte am 27. April 1989.

Nach der deutschen Wiedervereinigung

Mit der Gründung des DRK-Kreisverbandes Bernburg e.V. erfolgte am 14. Juni 1990 eine Angleichung der Strukturen an die veränderten Rahmenbedingungen, ohne dass dabei Inhalte der bisherigen Arbeit und Bewährtes aufgegeben wurden. Gleichzeitig stellte sich der Verband neuen Herausforderungen: Zum 1. Januar 1992 wurde das Altenpflegeheim Plötzkau übernommen, 1995 folgte die Übernahme des Altenpflegeheimes Ilberstedt mit dem zwischenzeitlichen Ersatzbau in Güsten. Schließlich kam zum 1. Januar 1996 das Altenpflegeheim Nienburg/Saale hinzu, welches 2000-2002 in eine Einrichtung des altengerechten Wohnens überführt wurde und im Oktober 2004 mit dem Ersatzbau für die zu schließende Einrichtung in Plötzkau als "Seniorenwohnkarree Nienburg" in seiner Gesamtheit fertiggestellt ist.Die Realisierung dieser neuen Aufgaben wird seitens des DRK-Kreisverbandes Bernburg als Verpflichtung betrachtet, den sich ständig weiterentwickelnden Anforderungen zu stellen und für alle hilfebedürftigen Menschen ein verläßlicher Partner zu sein. Schritt zu halten mit dem Fortschritt in einer modernen Welt bedeutet für einen Verband vom Roten Kreuz aber in jedem Fall, dies im Zeichen der Menschlichkeit zu tun.

Um bei zunehmender Globalisierung - auch auf dem Sektor der Wohlfahrtspflege - für die Zukunft gerüstet zu sein, hat der DRK-Kreisverband Bernburg e.V. zum 1. Januar 2000 seine eher wirtschaftlich orientierten Leistungsbereiche in die gemeinnützige DRK-Service GmbH Bernburg ausgegliedert. Dies soll gewährleisten, daß die Erwartungen, welche an die Arbeit im Roten Kreuz gestellt sind, auch bei veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiterhin ohne Einschränkungen von uns erfüllt werden.

ENDE

146 Jahre DRK Bernburg - alt wie ein Baum

Fast exakt zehn Jahre nach der Schlacht von Solferino, am 22. Mai 1868, gründeten etwa 100 Bürger der Stadt und des Kreises Bernburg den Kreisverein zur Pflege im Felde verwundeter und erkrankter Krieger, der wenig später in Kreisverein vom Roten Kreuz umbenannt wurde die Geburtsstunde des Roten Kreuzes in Bernburg. Damit gehörte der Kreisverband Bernburg zu den frühen Gründungen in Deutschland.
Geprägt von den politischen Verhältnissen und der Ausgangsidee von Henry Dunant lag der Schwerpunkt des Wirkens zur damaligen Zeit und auch in den folgenden Jahrzehnten mit zwei Weltkriegen auf dem Gebiet des Sanitätsdienstes.   
Aber die Idee des Helfens, Rettens und Pflegens war nicht von geistiger Enge geprägt, sondern entwickelte sich weiter. Die 1965 in Wien proklamierten sieben Grundsätze des Internationalen Roten Kreuzes und Roten Halbmondes waren so klar und so weit gefasst, dass sich darunter ein unvorstellbar breites Spektrum an Hilfestellung für Menschen in Not und mit anderer Bedürftigkeit entfalten konnte.
An dieser Entwicklung hat sich das DRK Bernburg immer aktiv beteiligt und als Teil der nationalen und internationen Bewegung vom Roten Kreuz somit seinen Platz inmitten der Gesellschaft oder besser: bei den Menschen

Friedensreich Hundertwasser hat einmal formuliert: Wer seine Wurzeln nicht kennt, kann nicht weiterwachsen.

Wir im Deutschen Roten Kreuz kennen unsere Wurzeln. Deshalb konnten wir bislang wachsen mit den Anforderungen, die an uns gestellt wurden. Wir werden auch in Zukunft versuchen, Schritt zu halten mit dem Gang der Zeit. An vielen äußeren Veränderungen sind Entwicklungen abzulesen, aber unsere Zielstellung ist es, dass auch die inhaltliche Arbeit diesem Anspruch gerecht wird. Und diese Arbeit wird von Menschen für Menschen geleistet, ehren- wie hauptamtlich, mit hoher Qualität und intensiver Zuwendung. Denn eines galt immer und gilt auch für die Zukunft: Im Mittelpunkt unserer Arbeit steht der Mensch!